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Erfahrungsbericht zum Aufbäumen im Allgäu

Von Florian Schreckenbach (efeno)

Unser Partner natureOffice und Bergwaldprojekt e.V. hatten, im Rahmen von Deutschland plus, zum gemeinsamen Aufforsten eingeladen. Da haben Leena und ich nicht lange gezögert. Das Ziel war das Allgäu in den Voralpen, Nähe Blaichach.

Aber warum Aufforsten in Deutschland?

Es ist richtig, dass die dramatischen Abholzungen weltweit nicht Deutschland betreffen, sondern insbesondere Indonesien und Brasilien. Gemessen an der Fläche von rund 30% geht es dem Waldbestand in Deutschland gut. Doch nahezu der gesamte Wald in Deutschland wird bewirtschaftet. Unser Wald ist daher sehr jung: Das Durchschnittsalter ist nur 80 Jahre. Und unser Wald hat stark an Ursprünglichkeit verloren: Nadelbäume (insb. Fichte) machen 60% der Wälder aus, früher waren es mal nur 3%. Fichten haben viele Nachteile: flache Wurzeln, Übersäuerung des Bodens mit den Nadeln und unbeliebt bei Tieren & Pflanzen. Aber sie wachsen schnell. Und Holz ist ein begehrter Rohstoff: 50 Millionen Tonnen Holz entnehmen wir jährlich unserem Wald.

Dies hat dazu geführt, dass in Deutschland 72,5% der Lebensräume von Pflanzen und Tieren gefährdet und über 30% der Tierarten bedroht sind. Die Artenvielfalt ist auch in Deutschland bedroht. Der „Umbau“ – weg von der Fichte hin zu ursprünglichem Mischwald mit Laubbäumen – ist auch für den langfristigen Erhalt des Waldes wichtig: Die durch Klimawandel steigenden Temperaturen vertragen Fichten nicht. 

Los geht es mit dem Aufbäumen

Im Wald angekommen war sofort spürbar, was uns Menschen der Wald noch gibt: Ruhe und Entspannung.

Die Atmosphäre war herrlich und hat allen viel Spaß gemacht. Gepflanzt wurden Tiefwurzler Buche und Weißtanne. Insgesamt 150 Setzlinge hat das Team vom Bergwaldprojekt mitgebracht. Nach einer genauen Einweisung durften die gut 20 Teilnehmer mit dem Aufforsten beginnen. Mit Hacke und den 40-60 cm kleinen, aber schon 4 Jahre alten Setzlingen verteilten wir uns im Wald, um im Schutze von Baumstümpfen die Bäumchen zu pflanzen. Und die Baumstümpfe  haben noch einen weiteren Vorteil, denn sie geben alle ihre gesammelten Nährstoffe an die Setzlinge ab.

Nach dem Aufforsten, was viel schneller ging als es allen lieb war, hat das Team vom Bergwaldprojekt uns, einen tollen Überblick über Bedeutung eine s Waldes und den Erfolgsfaktoren einer Aufforstung erzählt. Aber Was wir gelernt haben?

Schutz für das tägliche Leben
Wälder schützen uns: Starker Regen wird vom Wald aufgefangen und gebunden. Er schützt Dörfer und Städte vor Überschwemmungen. Die Wurzeln halten auch auf steinigem Grund den Boden zusammen und verhindern Erdrutsche. Für das Allgäu ist das entscheidend. Aber auch in flacheren Gebieten arbeitet der Wald uns zu. Denn ein gesunder Mischwald speichert und filtert Regenwasser. Bei Laubbäumen, die anders als Nadelbäume in Herbst und Winter keine Blätter haben, erreicht der Regen in diesen Zeiten mehrheitlich den Boden und kann so Trinkwasser werden (siehe Interzeptionsverlust). In Nadelwäldern bleibt 30-40% des Regens ganzjährig hängen und verdunstet wieder. Das sorgt für einen gesunden Wasserkreislauf, auf dessen Trinkwasser wir angewiesen sind.

Biodiversität
In der Wirtschaft ist die Diversifikation schon lange bekannt. Das Ziel: Redundanz schafft Sicherheit. In je mehr Eier man sein Geld legt oder je vielfältiger man aufgestellt ist, desto geringer ist das Risiko bzw. desto höher ist die Überlebenschance. Die Biodiversität hat das gleiche Ziel, um auf klimatische Veränderungen besser einzugehen und zu adaptieren. Gewohnheiten ändern brauchen aber wie bei uns Menschen Zeit. Der Mensch treibt allerdings durch die massiven CO2-Emissionen in einer Schnelligkeit voran, auf die unsere Natur nicht reagieren kann. Und wir leben von unserer Natur. Wir müssen daher umdenken. Für die Natur. Und für uns selber. Es ist daher nicht relevant was wir für eine Natur wollen, sondern was wir bereit sind dafür zu geben.

Systemisches Denken
Dabei ist es ganz entscheidend das Zusammenspiel der Wirtschaft und unseren Einfluss darauf zu verstehen. Kaufen wir billiges Fleisch, unterstützen wir ein rechteverachtendes System der Massentierhaltung und treiben den CO2-Ausstoss in die Höhe. Kaufen wir billige T-Shirts, unterstützen wir die Ausbeutung in der Textilindustrie in Asien. Es ist alles miteinander verbunden. Auch wenn die Näher/innen weit von uns weg sind. Sie sind unsere globalen Nachbarn. Klein erscheinende  Änderungen können eine große Wirkung haben.

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Deutschland plus: Drucker die im Ostertal Aufbäumen

Klimaneutrales Drucken ist in der Druckbranche schon längst kein Fremdwort mehr. Wie das mit dem Klimaschutz aber in der Praxis funktioniert steht auf einem ganz anderen Blatt.

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Die Aufbäumer vom Ostertal.

Um ihren Kunden und Interessenten zu zeigen, weshalb sich ein Engagement im Klimaschutz lohnt und wie wichtig es ist, sich auch regional, vor der eigenen Haustüre aktiv im Klimaschutz zu betätigen hat natureOffice, Zertifizierer für Klimaneutrales Drucken, eingeladen, einen Tag im Allgäu bei einer Baumpflanzung zu verbringen.

Unter fachkundiger Anleitung der Förster vom Bergwaldprojekt e.V. pflanzten u.a. Mitarbeiter und Geschäftsführer der Druckereien Eberl Print, Schirmer Druck, Druckerei leRoux, EggerDruck, Druckerei Panthera und Schnitzerdruck Buchen und Weißtannen bei Gunzesried im Ostertal.

Neben der Praxis, dem eigentlichen Baumpflanzen, erfuhren die Teilnehmer von den Förstern aus erster Hand wie es wirklich um unseren Wald bestellt ist und was sie ganz konkret tun können um dieses einzigartige Naturerbe zu erhalten.

Nach der Pflanzung, einer anschliessenden Einkehr im Gasthof, einem Teller Allgäuer Käspatzn, ging der Erste Baumpflanztag unter großer Begeisterung der Teilnehmer zu Ende.

Weiter geht es demnächst in den anderen 5 Regionen des Projektes Deutschland Plus. Die genauen Termine erfahren Sie in Kürze über die Webseite der natureOffice.

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Gerhard Thalhofer von Eberl Print in Immenstadt

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Raffaele Tessore von hw.design und Peter Naumannvom  Bergwaldprojekt

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Thomas Haas Schirmer Druck in Ulm

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Walter Mayr Egger Druck aus Landsberg

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Joachim Burger (im Vordergrund) Autohaus Burger aus Blaubeuren

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Klaus Schirmer von Schirmer Druck in Ulm

Infolinks: www.wald-wiese-moor.de

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Das Papyrus - Gewinnspiel Mitmachen, Gewinnen, Gutes tun!

Unter diesem Motto verlost die Papyrus bei ihrer Recystar-Kampagne zusammen mit der natureOffice 3 x 12 Monate kostenfreien Zugang zur natureOffice-Plattform zum Klimaneutralstellen von Drucksachen.
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Ebenso wurden von der Papyrus die gesamten Drucksachen der Kampagne im Vorfeld klimaneutral gestellt. 
Somit zeigt die Papyrus in jeder Hinsicht beispielhaft, wie man Nachhaltigkeit sowohl bei der Papierauswahl, als auch beim Druck leben kann. 
Mehr Infos unter bei Papyrus

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Deutschland plus: Aufbäumen im Alpenvorland - Jetzt Mitmachen!

Goethe,­ Schiller,­ Lessing­ –­ sie­ alle­ haben­ dem­ schönen­ deutschen­ Wald­ gehuldigt­ und ihn, in unzähligen Gedichten, verewigt.­

Aber­ mal­ ehrlich­ -­ was­ wissen­ Sie­ eigentlich­ noch­ über­ unsere­ Wälder­ und­ seine­ Schutzfunktionen,­ über­ Baumarten­ und­ Krankheiten­ und­ über­ die­ Bedrohungen­ denen­ auch­ unsere­ Wälder, ­aufgrund­ des­ fortschreitendes­ Klimawandels­ bevorstehen.­ All­ diese­ Fragen­ und­ vieles mehr­ beantworten­ wir­ Ihnen­ an­ unserem­ Ersten­ Pflanztag­ im­ Rahmen­ von­ „Deutschland­ plus“,­ der­ Klimaschutzinitiative­ von ­natureOffice­ und­ Bergwaldprojekt e.V.

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„Deutschland plus“ das Klimaschutzengagement in sechs deutschen Regionen lädt Sie zu den ­Ersten­ Baumpflanzungen­ ins­ Voralpenland­ ein.

Montag, 14. April 2014 

Verbringen­ Sie­ einen­spannenden­ Tag­ in­ den­ Bayrischen­ Forsten­ und­ erleben­ Sie­ Wald,­ wie­ Sie­ ihn­ noch­ nie­ kennen­ gelernt ­haben.­Erfahren­ Sie,­ warum­ gerade­ jetzt­ Engagement­ für­ unsere­ Wälder­ wichtig­ und­ notwendig­ist. 

Jetzt Informieren und anmelden

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natureOffice auf Expansionskurs - neue Kunden in Chile und Neuseeland

Klimaneutrales Drucken mit natureOffice ist seit längerem in Chile, nun aber auch in Neuseeland möglich. Betreut werden unsere Chilenischen Kunden von unserem Standort in Acconcion,  Paraguay und Neuseeland von unserem Standort in San Francisco, USA.

Die in Auckland ansässige Druckerei Pressprint, bietet ab sofort ihren Kunden den natureOffice Klimaneutralen Druck an. Nachdem das Unternehmen bereits FSC und PEFC zertifiziert ist, war ein direktes Engagement im freiwilligen Klimaschutz die logische Folge, sagt Barry Pressley, Governing Director von Pressprint. Er ist davon überzeugt, dass seine Kunden diesen neuen Service gerne in Anspruch nehmen werden um sich als Teil einer Gemeinschaft die sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen nach Außen zu positionieren.

HAGRAF , die in Chiles Hauptstadt Santiago ansässig ist beliefert viele Druckereien mit Produkten rund um den Offset und Digitaldruck. HAGRAF ist exklusiver Vertriebspartner der Heidelberger Druckmaschinen AG und unter anderem in Agentinnen, Uruguay, Bolivien mit eigenen Standorten vertreten. 

Seit der Drupa 2012 bietet HAGRAF seinen Kunden auch den natureOffice Klimaneutralen Druckprozess an und betreut die Kunden in allen Fragen rund um den freiwilligen Klimaschutz.