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Einträge getaggt mit Klimagipfel

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Unsere Reaktion auf das Desaster von Doha – kostenlos klimaneutral Drucken!

Von „unzureichend“ über „scharfe Kritik“ bis hin zu „knapp am Desaster vorbei“ wurden die „Ergebnisse“ von Doha in der deutschen Presse tituliert. Unserer Meinung nach sind die Ergebnisse von Doha nur ein weiteres Mal in Folge getroffene Minimalkompromisse bei denen es nur Verlierer gibt.

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Unter Leitung der UN wurde in Doha beschlossen nichts weiter zu beschließen und den 15 Jahre alten Gründungskompromiss von Kyoto nochmal zu verlängern. Besser als nichts wird sich manch einer gedacht haben, nach den Vorzeichen die die letzten Wochen durch das politische Berlin und die Presselandschaft geisterten. Wir finden in Anbetracht der katastrophalen Folgen des Klimawandels wäre ein entschlossener und mutiger Schritt mehr als nur nötig gewesen. Lange haben wir uns überlegt wie man mit dieser Enttäuschung umgehen sollte. Wir haben uns entschieden vom 12.12. an bis zu Heilig Abend am 24.12. ein Signal zu setzen! 

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Alle Druckereien die sich in dieser Zeit bei uns melden erhalten von uns für die nächsten 12 Monate kostenfrei den Prozess zum klimaneutralen Drucken. Wir wollen ein Signal setzen und allen Unternehmen und der Politik zeigen dass Ökonomie und Ökologie in Einklang miteinander Synergien erzeugen. Für mehr Kunden und dadurch mehr Klimaschutz! Worauf warten Sie noch? Rufen Sie uns an unter +49 69 173 20 20 0 oder schreiben Sie uns wir-wollen-klimaneutral-drucken@natureOffice.com

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UN Konferenz in Doha – 4%-Partei FDP droht mit Enthaltung.

Gestern begann im Emirat Katar die 18. UN Klimakonfernz (COP 18). 195 Staaten verhandeln in den kommenden zwei Wochen unter anderem über die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls und die Entwicklung eines globalen Klimaschutzvertrages. Um katastrophale Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden wurde in Kyoto ein klares Ziel definiert - die globale Erwärmung bis 2100 auf 2°C zu beschränken.  Seit 2000 sind die weltweiten Emissionen jedoch um 20% gestiegen (UNEP - The Emission Gap Report) - diese Entwicklung läuft auf eine globale Erwärmung von 3,5 bis 6 °C hinaus. Dadurch werden zahlreiche Lebensräume der Erde gefährdet

Rede von Severn Suzuki 1992 auf UN Earth Summit.

„Die Zeichen stehen wohl so, dass die 2-Grad-Grenze gerissen wird, so tragisch das ist. Die bislang angebotenen Verpflichtungen ergeben immer noch eine Minderungslücke von 8 Gigatonnen. Ich sehe momentan einfach zu wenig Willen für eine ausreichende Kehrtwende und zu viele Interessen dagegen. Selbst Europa kann sich ja bislang nicht durchringen, sein bedingungsloses Klimaschutzziel bis 2020 von lächerlichen minus 20 Prozent auf wenigstens minus 30 Prozent gegenüber 1990 zu verschärfen. Dabei sind wir schon bei minus 17,5 Prozent. Wollen wir uns die nächsten acht Jahre ausruhen?“ (Eva Bulling-Schröter, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit).

Die Verfehlung des 2°C Zieles kann nur durch ein ambitioniertes Engagement der Industrienationen vermieden werden. Umweltminister Peter Altmaier fordert daher für die EU eine Minderung des CO2 Ausstoßes in Europa um 30% und eine Verknappung der Emissionsrechte. Er erhält dafür strenge Kritik durch die Industrie. Wirtschaftsminister Philipp Rösler droht sogar mit einer Enthaltung Deutschlands bei der Abstimmung zum Emissionshandel auf dem EU Gipfel im Dezember. Hans Jürgen Kerkhoff (Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl) droht: „Wenn die Bundesregierung einer dauerhaften Verknappung der Zertifikate zustimme, würden die Strompreise und damit die Kosten der Energiewende weiter steigen.“ und zeigt damit, dass die Intension des Zertifikatehandels bei den Betroffenen noch immer nicht verstanden wurde. Eine nachhaltige Entwicklung erfordert Initiative und Übernahme von Verantwortung und darf nicht durch falsche Anreize blockiert werden. Als Vertreter einer Partei, die aktuell gerade 4% der Wählerschaft vertritt, sollte auch Herr Rösler überdenken, ob er mit seinen Äußerungen den Willen des deutschen Volkes vertritt oder vielmehr durch eine Lobby beeinflusst arbeitet.

Reduzieren statt Blockieren

Ein Blick zu unseren Nachbarn in die Schweiz zeigt, dass Deutschland seine Vorreiterrolle im Klimaschutz längst verloren hat. Hier wird aktuelle geprüft die Emissionsminderungen gegenüber 1990 bis 2050 auf 80% auszuweiten. Über hohe Preise soll die Wirtschaft zu mehr Effizienz gezwungen werde. Selbst China plant bis 2020 eine Reduktion der Emissionen gegenüber 2005 um 40 bis 45% so Xie Zhenhua (Vizedirektor der chinesischen Komission für Entwicklung und Reform). 

Die Kosten des Handelns sind weitaus geringer als die des Nichthandelns

Durch die Einführung und Ausweitung energieeffizienter und ressourcenschonender Technik entstehende Investitionen erfordern zusätzlichen finanziellen Aufwand. Dieser steht jedoch in keinem Verhältnis zu den Kosten, die mit steigender Erderwärmung entstehen. Hurrikan Katrina hat in den USA circa 450 Milliarden US$ Schaden verursacht. Davon entfallen circa 200 Milliarden auf sichtbare Beschädigungen, ein Großteil jedoch entstand durch die Schäden an Infrastruktur, Ökologie und Landwirtschaft sowie Gesundheit. Regierungen, emissionsverursachende Industriezweige aber auch die Haushalte müssen daher mehr gezwungen werden Verantwortung zu übernehmen.

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Neue Klimaschutz-Chefin kommt aus Costa Rica.

Generalsekretär Ban Ki Moon hat Christina Figueres zur neuen Chefbeauftragten der Vereinten Nationen für Klimaschutz berufen.
Figueres selbst kommt aus einem Land, dass bis zum Jahre 2021 klimaneutral werden möchte. ”Es gibt kein wichtigeres oder dringenderes Thema, als das Klima auf unserem Planeten für unsere Kinder und Enkel zu schützen”, heißt es in einer Erklärung der neuen Chefin des Uno-Klimasekretariats. Bereits zu den nächsten Verhandlungen unter dem Dach der Vereinten Nationen, die vom 31. Mai bis zum 11. Juni in Bonn statt finden, wird Figueres versuchen, verlorenes Vertrauen zwischen den Wissenschaftlern, dem Weltklimarat, den Regierungen sowie zwischen den Ländern des Nordens und des Südens wiederherzustellen “Wir müssen Vertrauen schaffen, auch wenn das nicht über Nacht geschieht”, so Figueres.
Wie gut ihr das gelingt, werden wir uns vor Ort ansehen. Wir werden über den Klimagipfel in Bonn vor Ort berichten und sie auf dem Laufenden halten.

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Kopenhagen: Der Erfolg, der keiner ist - es siegt der Egoismus

Nun ist er vorbei, der so sehnlich erwartete Klimagipfel, die COP15 in Kopenhagen. Rückblickend gut daran: noch nie gab es so viel Pressepräsenz für das Klimaproblem. Rückblickend schlecht: es gibt kein Ergebnis. Zumindest kein Ergebnis, wie wir alle es uns erhofft hätten. Der Klimagipfel endet im “Copenhagen Accord” mit schwammigen Floskeln und ohne konkrete Maßnahmen und Reduktionsbeschlüsse.

Die Konferenz hat in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Erklärung anerkannt, die zwar das Ziel enthält, die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, Maßnahmen wie das geschehen soll, enthält die Komprimisserklärung allerdings nicht. Aus Sicht überzeugter Klimaschützer kann dies nur enttäuschend sein. Wir haben die Entwicklungen genau beobachtet und waren gegen Ende eigentlich optimistisch, dass es eine Lösung in letzter Minute geben würde. Vielen ging es genau so. Schon aus einem persönlichen Idealismus heraus. Es scheint so zu sein, dass man sogar froh sein muss, dass die Konferenz nicht gänzlich geplatzt ist. Einige besonders vom Klimawandel betroffene Entwicklungsländer haben bis zuletzt lautstark gegen eine so unzureichende Schlussformel protestiert.

Jetzt steht es jedem Land frei das zu tun, was es meint, um den Klimaschutz voranzutreiben. Es siegt der Egoismus. Anscheinend ist die Politik (noch) nicht reif, einen gemeinsamen Ansatz zu entwerfen und durchzusetzen. Böse Zungen sprechen sogar von einer geheimen Achse USA-China, die weitergehende Reduktionsziele verhindert hätten. Nichts genaues weiß man nicht. Aber beobachtet man die US-Innenpolitik wird klar, dass Barack Obama eigentlich nichts Weiteres hätte versprechen können, ohne zuhause kräftig Ärger zu bekommen.

Wie geht es weiter? Es ergeben sich nun zwei mögliche Wege:

1. Die Spirale dreht sich nach unten.
Wenn sich die USA und China nicht auf Emissionsreduktionsziele einlassen, um die lokale Wirtschaft nicht zu schwächen, warum sollte es dann weiter die EU tun? Allein aus Wettbewerbsgründen könnten die Länder der EU es sich nicht mehr leisten. Ein furchtbares Szenario, aber leider auch ein durchaus wahrscheinliches.

2. Jetzt erst recht.
Angestachelt vom Misserfolg des COP15 Meetings könnte die EU weiter nach vorne gehen und vorbildhaft Ziele definieren und umsetzen. Wohl ein signalreiches Szenario, aber wahrscheinlich?

Viel wahrscheinlicher ist aber eine dritte Variante: Die Welt verharrt in Starre. Es wird zunächst der Rauch abziehen und die Wunden verheilen, die in Kopenhagen entstanden sind. Das nächste Ziel wäre das Vorbereiten eines Abkommens für 2010.

Abschließend kann man sagen, dass es aber durchaus positiv zu sehen ist, dass es überhaupt auf dieser Ebene und in dieser Zusammensetzung ein gemeinsames Abkommen gegeben hat. Auch wenn dieses erwartet/unerwartet schwach ausgefallen ist. Bleiben wir optimistisch und sehen, wo uns die nächsten Monate im Jahr 2010 hinführen werden. Wir hoffen auf ein Einlenken und setzen fest auf das Erkennen der Dringlichkeit der Lage bei allen politisch Beteiligten.

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Pocket Guide des WWF: The new Climate Deal

Auf 50 Seiten hat der WWF eine sehr interessante Broschüre rund um das Thema Klimawandel veröffentlicht. Das leider nur in Englisch verfügbare  PDF entsteht nicht zuletzt hinsichtlich des Anfang Dezember stattfindenden Klimagipfels in Kopenhagen, bei dem es um einen Nachfolger des Kyoto-Protokolls geht. Der”Pocket Guide to a new Climate Deal” umfasst eine große Zahl an Themen und macht wegen des bunten und gelungen anderen Layouts Lust, sich einzulesen. Ich mach mich dran und hoffe, der WWF Deutschland macht sich bald an die Übersetzung für die deutschen Leser.

WWF: Pocket Guide to the new Climate Deal

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