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Einträge getaggt mit Klimawandel

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EU-Bürger wollen mehr Klimaschutz

Eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene und von von TNS Opinion & Social durchgeführt Studie belegt was wir aus unserer täglichen Praxis nur bestätigen können:

Immer mehr EU-Bürger empfinden den Klimawandel als ernste Bedrohung. Im Ranking der Ängste auf Platz zwei, nur noch getoppt durch die Bedrohung durch Hunger, Armut und dem Mangel an Trinkwasser, fordern Sie mehr Engagement der Politik und der Unternehmen und ein klares Bekenntnis zu mehr Schutz und Vorsorge.

Waren es bei einer Befragung vor zwei Jahren noch 64% der Befragten die den Klimawandel als signifikante Bedrohung empfunden haben, zeigt die neue Studie einen Zuwachs von 4 %. 78 % waren demnach der Ansicht, dass die Bekämpfung des Klimawandels Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft ankurbeln würde. Zwei Jahre zuvor waren 63 % dieser Ansicht gewesen, die inzwischen in jedem einzelnen der 27 Mitgliedsstaaten von mehr als zwei Dritteln der Bevölkerung geteilt wird.

In unserem täglichen Bemühen, Unternehmen auf die Notwendigkeit geeigneter Strategien und Nachhaltigkeitsbemühungen im Kampf gegen den Klimawandel hinzuweisen und konkrete Handlungskonzepte auszuarbeiten, stellen wir eine gesteigerte Nachfrage fest, so Christian Klein, zuständig für den Bereich der nachhaltigen Medienproduktion bei natureOffice. Lahmte letztes Jahr konjunkturbedingt noch die Nachfrage im Bereich Klimaneutrales Drucken, so können wir in den ersten 8 Monaten diesen Jahres eine Nachfragesteigerung von 12% verzeichnen, so Klein weiter.

Langfristig, das zeichnet sich bereits heute ab, werden jene Unternehmen die nicht nur aus Eigennutz und zur Steigerung der eigenen Wirtschaftlichkeit geeignete Strategien entwickeln, um ihren immensen Rohstoff- und Ressourcenhunger zu beschränken, die Gewinner sein. Immer mehr Kunden fordern ein nachvollziehbares und transparentes Engagement im Klimaschutz, aber auch Investitionen in die Gesellschaft, als Teil einer offenen CSR Strategie, stehen beim Verbraucher sehr hoch im Kurs.

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natureOffice in Afrika: Warten auf den Regen

Wie wirkt sich der Klimawandel auf Afrika aus? Davon berichten wir Ihnen hier im Blog in einer kleinen Serie über den Klimawandel, Afrika und unsere Eindrücke vor Ort. Wir besuchten dazu unter anderem Bidjenga, ein kleines Dorf in der Savannenebene im Norden Togos und sprachen mit den Menschen vor Ort.

Er ist besorgt, sehr besorgt. Immer wieder sieht Dali Moctdsoa gen Himmel. Das tut er nun schon seit vier Wochen und murmelt wieder und wieder vor sich „hinwanneer is jy kom“ -“wanneer is jy kom“ was so viel heißt wie wann kommt du endlich. Dali Moctdsoa 64 ist Sekretär des Dorfes Bidjenga und die Sprache die er spricht ist Ewe, neben der französischen Amtssprache eine der zwei Hauptsprachen die in Togo gesprochen werden.

Früher so erzählt uns Dali konnte man sich auf den Regen verlassen. Er kam pünktlich und man wusste wie lange er anhielt. Doch seit einigen Jahren ist selbst auf den Regen kein Verlass mehr. Jeder hier im Dorf wusste wann er die Maniok-Hügel bauen musste damit die Kerne schon zu beginn der Regenzeit austreiben konnten sagt uns Dali. Heute jedoch sind die ersten Hügel bereits wieder zerfallen bevor die ersten Tropfen auf sie fallen. Als Sekretär im Dorf ist er nicht nur für alles Amtliche zuständig sondern auch für die Planung der Anbauflächen die von der Dorfgemeinschaft bewirtschaftet wird. Neben Hirse wird auch Mais aber auch die in Afrika weit verbreitete Maniokwurzel für Fufu angebaut. Die Ernte wird nicht gut wenn der Regen nicht bald kommt sagt Dali weiter und er weiß auch das dies unmittelbar mit dem Klimawandel zu tun hat. Es regnet weniger und das macht sich auch in unseren Brunnen bemerkbar. Schon seit Jahren sind unsere Brunnen schon lange vor der nächsten Regenzeit versiegt. Wenn er dann aber kommt, der Regen, dann explodieren unsere Felder so als hätten Blätter und Früchte es kaum noch ausgehalten zu wachsen. Und dann lächelt er auch wieder ein bisschen, der Sekretär Dali aus dem Dorf Bidjenga.

Auf unseren letzten beiden Besuchen entstanden die beiden Bilder in einer nahezu identischen Perspektive.

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Podcast Tipp #02: DRadio Hörsaal - Klimawandel

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle mal wieder einen interessanten Podcast zum Themenkomplex des Klimawandels - aus sozialwissenschaftlicher Sicht - ans Herz legen. Also falls Sie am Wochenende einmal 60 Minuten Zeit haben, zuhause auf der Couch, im Fitnessstudio oder Unterwegs hier ein sehr Spannender Vortrag von Harald Welzer.

Harald Welzer spricht über “Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie”.

Gemeinsam mit Claus Leggewie hat Harald Welzer das Buch “Das Ende der Welt, wie wir sie kannten” veröffentlicht.  Darin betrachten die beiden Wissenschaftler den Klimawandel aus der Perspektive der Sozialforschung und zeigen Wege auf, wie wir den Klimawandel überwinden könnten.

Harald Welzer vertritt ebenso wie sein Co-Autor Leggewie die Ansicht, der Klimawandel sei keine Naturkatastrophe. Er werde lediglich als solche betrachtet, da vielfältige soziale Effekte aus derlei Ereignissen resultierten – auch gefährliche. So kalkulieren die Autoren damit, dass künftig weltweit verstärkt Gewalt angewendet werden könnte, um mit den negativen Entwicklungen klar zu kommen.

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Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder …

Wer nicht mit wem spielen darf, ist längst entschieden. Das Parteibuch entscheidet mittlerweile über die Einstellung, was man denken und was man sagen darf. Diejenigen, die in ihrer Grundeinstellung eher das konservative Lager vertreten, müssen aufpassen, nicht all zu schnell in die Ökosozialistenecke gestellt und ausgebremst zu werden. Und andererseits kann sich niemand aus dem linken Spektrum leisten, kritische Fragen zu stellen bzw. Maßnahmen gegen den Klimawandel anzuzweifeln. Ob man Klimaskeptiker ist oder an die Erderwärmung glaubt. Und überhaupt: Was heißt eigentlich Klimaskeptiker?  Gibt es in der Tat jemanden, der bezweifelt, dass es ein Klima gibt und dass sich dieses verändert?

Es wird in der Tat Zeit, dass wir mündige Bürger dem Treiben der Politik, der Interessenverbände, der Lobbyisten und anderen Organisationen kritisch auf die Finger sehen um endlich ein entschiedenes und gemeinsames Handeln zu fordern. Der Klimawandel darf nicht zum Spielball politischer und wirtschaftlichen Interessen werden.

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