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Einträge getaggt mit Nachhaltigkeit

15 Anmerkungen

Aufklärung im Unterricht: Der Klimawandel als Thema im Unterricht

Der CO2-Ausstoß und der drohende Klimawandel war und ist in mehreren Bildungsgängen des Walter-Eucken-Berufskollegs in Düsseldorf ein Thema. Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich die Abteilung Marketingkommunikation mit diesem Thema. Im Rahmen des Projekts Produktions-Akademie! wurde bereits ein Themenheft „Nachhaltige Medienproduktion“ publiziert, in der unter anderem unser Prozess des Klimaneutralen Druckens beschrieben wurde. 

Am 27. Januar 2011 fand nun mit den Klassen MT10A und MB09A die erste Veranstaltung im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Berufskolleg und natureOffice statt. Christian Klein von natureOffice in Dortmund beschrieb den Auszubildenden und zukünftigen Kaufleuten, die zur Zeit in Werbeagenturen und großer Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung tätig sind, die Notwendigkeit für Unternehmen, sich im freiwilligen Klimaschutz zu engagieren. Es entstand ein reger Austausch und es kamen viele, auch kritische, Fragen auf. Besonders der Bereich der Klimaschutzprojekte und derer Zertifikate, wurde breit diskutiert. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung war, den Auszubildenden das Konzept des freiwilligen Klimaschutzes und natureOffice zu erläutern und die Zweifel an der Notwendigkeit zu widerlegen.

Uns hat diese Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht, es hat sich aber auch gezeigt, dass gerade im Bereich der Kinder, Jugendlichen und auch der Nachwuchskräfte viel Aufklärungsarbeit nötig ist. Hierzu sind in Zukunft weitere Veranstaltungen mit dem Walter-Eucken-Berufskolleg geplant.

Über weitere geplante Aktionen erfahren Sie auf unserer Homepage im Bereich Termine und natürlich hier im Blog bald mehr.

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Bundesbank macht Drucker krank

Versetzt die Deutsche Bundesbank der Bundesdruckerei in Berlin den Gnadenstoß?

Dies zumindest ist die zentrale Aussage der Belegschaftsproteste der Bundesdruckerei, Berlin sowie der Belegschaft von Giesecke & Devrient aus München, die auf der Protestveranstaltung am heutigen Tag in Frankfurt am Main vor der Bundesbankzentrale ihren Unmut deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Die Wut der Druckerei Belegschaften richtet sich in erster Linie an die, scheinbar in Europa einzigartige Vergabepraxis für Druckaufträge von Banknoten. Während beispielsweise Frankreich einzig im eigenen Land die Euro-Note drucken lässt, scheint man bei der Deutschen Bundesbank darüber nachzudenken mit einer 50jährigen Tradition zu brechen und in Zukunft, allein der Kosten wegen, Aufträge ins Ausland vergeben zu wollen. Dies gefährdet akut bis zu 580 Arbeitsplätze im eigenen Land. Das alles geschieht obwohl die Deutsche Bundesbank nach den Richtlinien der Europäischen Zentralbank überhaupt nicht verpflichtet ist Noten-Druckaufträge europaweit auszuschreiben und dem günstigsten Angebot zu folgen. Grotesk wird dieses Vorhaben wo doch die Bundesregierung selbst beim Europäischen Patentamt Wort/Bildmarken wie „nachhaltig Wirtschaften“ für sich hat eintragen lassen. Unter nachhaltigem Wirtschaften versteht man etwas anderes. Nachhaltiges Wirtschaften heißt für uns auch die regionalen Angebote zu nutzen und nicht durch irrsinnige LKW Transporte die ohnehin viel zu vollen Autobahnen mit zusätzlichen CO2-Schleudern weiter zu verstopfen und unsere Luft nachhaltig zu verpesten. Über die „Nachhaltige“ Vergabepraxis auch von Städten und Kommunen werden wir in einem Sonderblog in den nächsten Wochen berichten. Der Grund, in der letzten Zeit mehren sich die  Meldungen von Druckereien die immer häufiger Druckaufträge ans billigere Ausland verlieren, oft nur weil man in deutschen Amtsstuben die Druckkosten von den Transport- und Logistikkosten trennt. Hier wird offenbar gezielt mit unterschiedlichen Kostenstellen gearbeitet. [gallery link=”file”]

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Interview mit Dr. Uwe Sayer, FSC Deutschland

Nach unserem Artikel “Ausverkauf der Nachhaltigkeit” vom 28.Juli hatten wir Gelegenheit mit Herrn Dr. Uwe Sayer, dem Geschäftsführer des FSC Deutschland e.V., ein kurzes Interview zu den Themen Logobezug und FSC Mix zu führen. Dazu haben wir drei Fragen zusammengetragen, die uns immer wieder von Kunden, Partnern und Druckereien gestellt werden. Mit freundlicher Unterstützung von Herrn Dr. Uwe Sayer.

1. Frage: Wie entwickelt sich der FSC weltweit und welche Rolle spielt bei das Thema Papier?

Der FSC hat weltweit ein enormes Wachstum. Im Waldbereich hat der FSC weltweit im Durchschnitt der letzten drei Jahre ein jährliches Wachstum von 14% gehabt. Im Bereich der Verarbeitung und des Handels von 64% (!). Genaue Zahlen zum Papierbereich liegen mir nicht vor, man kann sicherlich davon ausgehen, dass der Papiersektor etwa 1/3 des gesamten FSC-Marktes einnimmt und damit eine enorme Bedeutung hat. Eine Bewertung der Zahlen kann jeder selber vornehmen. Wichtig erscheint mir, dass sich der FSC trotz diesem Wachstum immer wieder an seinen eigenen Qualitätsansprüchen orientiert und NICHT einem Massenmarkt hinterherrennt, um Fläche oder Marktrelevanz zu erlangen. Diese ist eher eine Folge der strategischen Denke “Klasse statt Masse” und der Antwort aus dem Markt hier auch mitmischen zu wollen.

2. Frage: FSC stellt für Papier mit Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft verschiedene Labels zur Verfügung. Während bei FSC mit Prozentangabe zur Zeit der FSC Zellstoffanteil mindestens 50% beträgt (ab 1.1.2011 sogar 70%) existiert auch ein FSC Label ohne Prozentangabe. Wie hoch ist beim FSC Label ohne Prozentangabe (Kreditsystem) der Mindestanteil an FSC Zellstoff?

Leider ist die Frage falsch gestellt, aber es ist gut, dies hier nochmal erklären zu können. Der FSC stellt für gemischte Produkte, die NICHT aus 100% FSC-Material und NICHT aus 100% Recyclingmaterial bestehen ein FSC-Mix label zu Verfügung. Unter diesem Label können Produkte gekennzeichnet werden, die gemischte Anteile enthalten. Wichtiger Grundsatz: Alle Elemente dieser Produkte müssen mindestens Controlled Wood ODER pre-consumer Recycling sein. Nicht-kontrolliertes Material ist tabu und in FSC-Produkten ausgeschlossen. Für das Labeling gibt es nun zwei verschiedene Verarbeitungsverfahren, die zum gleichen Label führen können. In beiden Fällen beinhaltet das FSC-Mix-Label KEINE Prozentangabe, weil diese in industriell gefertigen Produkten meistens nicht gegeben werden kann. Beinhaltet eine Produktion einen hohen Anteil an FSC-zertifiziertem Material oder Postconsumer-Recycling (mind. 70% und im Papierbereich noch bis Ende 2010 50%), dann kann das Prozentsystem angewendet werden und die entsprechende Produktion darf das FSC-Mix-Label tragen. Betriebe, die es schaffen, hohe FSC-Mengen oder hohe Postconsumer-Recyclingmengen zu beschaffen und zu verarbeiten werden dadurch belohnt, auch gewisse Nicht-FSC-Anteile mit dem FSC-Label zu versehen. Produktbeispiele:
  • Papier aus 70% postconsumer-recycling und 30% controlled wood
  • Papier aus 51% FSC-frischfasern und 49% preconsumer recycling
  • Papier aus 51% postconsumer-recycling und 49% preconsumer recycling
  • Paper aus 25% FSC-Frischfasern, 26% Postconsumer-Recycling, 25% Controlled wood und 24% preconsumer-Recycling
(wie gesagt liegt die Grenze ab 1.1.2011 nicht mehr bei mind. 50%, sondern vermutlich bei 70%, eine entsprechende Regelung ist im Moment in der Verabschiedung). Beinhaltet ein Produkt/ eine Produktion nur einen geringen Anteil an FSC-Material, dann muss das Kreditsystem angewendet werden. Hierbei führt das Unternehmen ein virtuelles Konto über das verarbeitet FSC-/Postconsumer-Material und kann entsprechende Mengen mit dem FSC-Siegel kennzeichnen. Das System ist aus dem Bereich des grünen Stroms entlehnt. Konsequenz des Systems ist, dass keine unmittelbare physische Beziehung zwischen FSC-/Postconsumer-Material und dem Produkt besteht, dass aber eine 1:1-Beziehung zum Versorgung und zur Kennzeichnung erhalten bleibt. Fragt der Markt also nach mehr FSc-Produkten nach, kann diese Nachfrage bis zum Wald weitergegeben werden und dort zu einer Veränderung der Forstwirtschaft beitragen. Wichtig zu erwähnen ist hierbei allerdings nochmal, dass der gesamte NICHT-FSC-/Postconsumer-Anteil einer Produktion mindestens Controlled Wood bzw. Preconsumer-Recycling sein muss. Es gibt hierbei also keine Prozentangabe, die man machen kann (analog zu unmöglichen Aussagen, wieviel regenerativer Strom nun direkt aus einer bestimmten Steckdose kommt). Gleichzeitig ist sichergestellt, dass das Engagement aufgeschlossener Waldbesitzer nicht durch Industriebarrieren verunmöglicht wird, sondern wie beispielsweise beim Energieeinspeisungsgesetz, das Engagement kleiner Akteure dennoch seine Wirkung entfalten kann und Märkte findet.

3. Frage: Wenn sich ein Kunde heute entscheidet FSC Papier zu verwenden und das Label in seinem Printprodukt nutzen will steht er vor mehrtägigen Freigabeprozessen. Was wird der FSC in Zukunft für die Kunden tun, um die Abläufe beim Bezug des FSC Logos zu vereinfachen und lange und umständliche Freigabeprozesse, die sicherlich auch von Zertifizierern abhängig sind, zu beschleunigen und zu verschlanken?

Vielen Dank für diese Frage. Zunächst einmal ist es natürlich spannend, inwieweit ein Unternehmen belastet wird durch die FSC-Zertifizierung. Ich sehe auch das aktuelle Dilemma bei dem noch viel Verbesserungsarbeit geleistet werden muss. Gleichzeitig muss ich vorwegschicken, dass die Maßgabe des FSC nicht ist, möglichst einfache Regelungen zu verabschieden (dies ist ein wichties Anliegen), sondern ein glaubwürdiges und haltbares Verbraucherversprechen abzugeben. Man kann nun lange diskutieren, inwieweit aufwändige Freigaben für die Verwendung des Logos stattfinden sollten oder nicht. Die Praxis zeigt immer wieder, dass es viele Unternehmen gibt, die entsprechende Logos sehr leichtfertig und wenig hinterfragt anwenden. Der Glaubwürdigkeitsschaden, der durch missbräuchliche Verwendung auf Seiten des FSC entsteht ist sehr schnell sehr groß und nur sehr aufwändig wieder gut zu machen. Der hohe Aufwand ist daher relativ schnell bejammert, die Konsequenzen eines möglichen branchenweiten Glaubwürdigkeitsverlustes sind jedoch nicht übersehbar. Man kann also zunächst nicht davon ausgehen, dass der FSC keine Kontrollen mehr verlangt. Dennoch ist es natürlich ein Anliegen des FSC, den Kontrollaufwand zu verringern und vor allem dort zu verringern, wo ein korrekter Umgang mit dem Label über lange Zeit nachgewiesen werden kann. Technisch hat sich die Situation bereits etwas vereinfacht, indem mit neuen, vereinfachten Regelungen weniger Fehler gemacht werden. Ein Online-System (Online-Label-Generator) sorgt zudem dafür, dass die richtigen Label beim richtigen Produkt angewendet werden. Der Aufwand für alle Beteiligten wird sich hierdurch in Zukunft erheblich reduzieren. Wir denken sehr ernsthaft darüber nach, wie “Belohnungsysteme” aussehen könnten, die die “Guten” belohnen und nur die “Problemfälle” belasten. Hier ist sicherlich noch viel Arbeit zu tun.

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Ausverkauf der Nachhaltigkeit

natureOffice mit Hauptsitz in Frankfurt am Main bleibt auch in Zukunft ein unabhängiges Unternehmen bei dem der Klimaschutz im Fokus steht.

Mit einer Idee, viel Engagement, harter Arbeit und der uneigennützigen Unterstützung vieler Freunde aus dem In- und Ausland zu starten und sich den Unternehmenserfolg nach kurzer Zeit dann versilbern zu lassen, in dem man finanzstarke Partner mit undurchsichtigen Zielen an Bord holt, kommt für uns nicht in Frage. Dies wäre der Verrat an unseren eigenen Idealen und an unseren Kunden und Partnern.

natureOffice wird sich weder von Fremdunternehmen kaufen lassen noch exklusive Partnerschaften eingehen um die notwendige Unabhängigkeit auch in Zukunft zu gewähren. Die Kunden und Partner der natureOffice können sich sicher sein, das Empfehlungen oder Strategien nicht durch den Einfluss von Großkonzernen oder Lobbyverbänden gesteuert werden. Diese Strategie hat sehr viel mit Glaubwürdigkeit, Transparenz und einer nachhaltigen moralischen Grundeinstellung zu tun. Wir sind streitbar und wollen uns dies durch unsere Unabhängigkeit auch in Zukunft bewahren.

Wir halten es für sehr fraglich, wenn sich EnBW resp. Energie de France - einer der größten Atomstromproduzenten Deutschlands - der wissentlich die Risiken der Radioaktivität in Kauf nimmt und seine Entsorgungsprobleme auf zukünftige Generationen verlagert um ganz banalen wirtschaftlichen Interessen zu folgen, an dem Klimaschutzdienstleister Climatepartner indirekt beteiligt ist. Eine Allianz die nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat.

Weiter ist es verwunderlich, wie intransparent die Anteile von Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft wirklich in Papieren mit dem FSC Mix Siegel sind. Insider sprechen uns gegenüber von einem Anteil der bis auf 0,5% heruntergehen kann, je nach dem wie viel Zellstoff mit dem FSC Label zur Verfügung steht. Nicht das wir die globale Arbeit des FSC für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in Frage stellen, das Gegenteil ist der Fall, aber sowohl Transparenz und Offenheit als auch Bürokratie gilt es hier zu kritisieren.

Zu guter Letzt sind wir darüber entsetzt, das die Bundesregierung öffentlich über die Versteigerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke nachdenkt und sich darüber Gewinne in Milliardenhöhe verspricht statt endlich nachhaltig die mittlerweile ungerechten und schier unüberschaubaren Subventionen zurück zu fahren. Auch hier scheint es so, als wolle man mit aller Kraft an lieb gewonnenem festhalten und niemandem weh tun statt konsequent den Weg der Erneuerung zu beschreiten.

natureOffice wird weiterhin Prozesse, Verhalten und Strukturen untersuchen und seinen Kunden und Partnern auf dem Weg in eine ressourcenschonende und nachhaltige Wirtschaft begleiten.

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Erfolgreiche Mailingtage in Nürnberg

Still, heimlich und leise mausern sich die Mailingtage in Nürnberg zu einer durchaus sehens- und erlebenswerten Fachmesse rund um das Thema Mailing, Printproduktion und CRM.

Mit einem Vortrag über die Themen nachhaltige Medienproduktion, Umwelt- und Klimaschutz sowie Klimaschutzprojekte hat natureOffice einen Betrag geleistet um Interessierten dieses spannende Thema näher zu bringen und die eine oder andere Unsicherheit aufzuklären.

Die Fachgespräche, die wir am Rande der Veranstaltung mit interessierten Druckereien und Produktionsunternehmen führen konnten waren für uns eine echte Überraschung, so Alex Schedler, zuständig für Carbon Prozess Management bei natureOffice. Mit sehr vielen Anregungen, Ideen aber auch konkreten Projekten war der Besuch auf den Mailingtagen für uns ein echter Erfolg.

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